Risikobewusstsein am Berg – Sicherheitswissen für verantwortungsvolle Entscheidungen
Am 7. Oktober 2026 lädt das Bayerische Kuratorium für Alpine Sicherheit zu den diesjährigen Sicherheitsgesprächen an die Technische Universität München, Am Olympiacampus 11 ein.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Menschen am Berg Risiken besser erkennen, einschätzen und verantwortungsvoll mit ihnen umgehen können. Unter dem Leitgedanken „Risikobewusstsein am Berg“ erwartet die Teilnehmenden ein vielseitiges Programm mit aktuellen Erkenntnissen aus Unfallforschung, Bergsport, Ausbildung und Praxis.
Vormittag: Sicherheit in verschiedenen Bergsportbereichen
Der Veranstaltungstag beginnt mit der Vorstellung der aktuellen Unfallstatistik durch das Bayerische Kuratorium für Alpine Sicherheit. Anschließend werden verschiedene sicherheitsrelevante Themen aus dem Bergsport beleuchtet:
- Empfehlungen für Bergtouren mit Kindern und Jugendlichen.
- Sicherheit und Fahrspaß beim Mountainbiken – eine besondere Herausforderung für Eltern.
- Das Absturzrisiko auf Wanderwegen. Ein Algorithmus zur Einschätzung des Absturzrisikos – von der Entwicklung über die praktische Darstellung bis hin zu seinen Grenzen.
- Eine moderierte Podiumsdiskussion zur gemeinsamen Einordnung der Themen.
Dabei geht es nicht nur um Zahlen und technische Lösungen, sondern vor allem um die Frage, wie Sicherheitswissen im Alltag angewendet werden kann und welche Entscheidungen dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden.
Nachmittag: Wenn Wintertouren zur Herausforderung werden
Am Nachmittag widmen sich die Sicherheitsgespräche einem aktuellen Phänomen im winterlichen Gebirge: Immer mehr Menschen sind zu Fuß im Winter unterwegs – häufig spontan, digital inspiriert und mit wenig Erfahrung im winteralpinen Gelände.
Was zunächst wie eine einfache Winterwanderung wirkt, kann durch unterschätztes Gelände, fehlende Tourenplanung, falsche Selbsteinschätzung oder unzureichendes Notfallverständnis schnell zu einer kritischen Situation werden.
Die drei Bergführerverbände (VDBS / VdPBS / VDHBF) beleuchten dieses Thema aus unterschiedlichen und zugleich ergänzenden Perspektiven:
- Das neue Winterpublikum im alpinen Gebirge: Welche Rolle spielen Social Media, digitale Tourenplanung und Erlebnisorientierung? Warum wird winterliches Gelände häufig unterschätzt?
- Wenn aus einer Tour ein Einsatz wird: Wie entstehen kritische Situationen tatsächlich? Welche Unfallmuster und wiederkehrenden Fehlentscheidungen zeigen sich in der Einsatzrealität?
- Sicherheit beginnt vor dem ersten Schritt: Wie lassen sich winterliche Risiken durch strukturierte Planung, verantwortungsvolle Führung und klare Entscheidungen professionell einschätzen und steuern?
Die Beiträge bauen aufeinander auf – von der Beobachtung neuer Entwicklungen über konkrete Einsatzlagen bis hin zu Ansätzen für professionelles Risikomanagement.
Austausch und gemeinsame Perspektiven
Den Abschluss bildet ein moderiertes Podium. Gemeinsam soll herausgearbeitet werden, welche Bedeutung die aktuellen Entwicklungen für den Alltag im winterlichen Gebirge haben und welche Konsequenzen sich für Prävention, Ausbildung, Kommunikation und Eigenverantwortung ergeben.
Die Sicherheitsgespräche verstehen sich dabei ausdrücklich nicht als Vergleich unterschiedlicher Systeme oder Ausbildungswege. Vielmehr geht es um einen gemeinsamen Erkenntnisgewinn und um Impulse, die in der Praxis, in der Ausbildung und in der öffentlichen Sicherheitskommunikation weiterwirken können.
Denn Sicherheit entsteht nicht erst im Notfall, sondern bereits vor dem ersten Schritt – durch gute Vorbereitung, realistische Einschätzung und konsequente Entscheidungen.
Wir freuen uns auf einen inspirierenden Austausch an der Technischen Universität München und auf zahlreiche interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Für die Teilnahme füllen Sie bitte das folgende Formular aus. Bitte beachten Sie, dass die Anmeldung verpflichtend ist, um den Zugang zur Veranstaltung gewährleisten zu können:

